Öffentlichkeitsarbeit ist ein schmaler Grat
Eine Brandkatastrophe ist unvorstellbar schlimm.
Irgendwann richten sich die Blicke der Medien auf Menschen, die so etwas erlebt und überlebt haben.
Seit Tagen erreichen uns zahlreiche Medienanfragen für Philipp Bosshard.
Was nach aussen oft schnell und selbstverständlich wirkt, ist in Wirklichkeit ein sehr achtsamer und intensiver Prozess.
Jede Anfrage wird sorgfältig geprüft: Was passt im Moment zu ihm? Wie viel Energie steht aktuell zur Verfügung? Wie tief kann und möchte er erzählen? Welche Plattform fühlt sich sicher an? Wo kann er Mut machen, ohne sich selbst zu überfordern?
All diese Entscheidungen treffen wir gemeinsam. Schritt für Schritt.
Bisher fiel die Wahl auf ein Interview im Tages-Anzeiger, bei Gredig direkt von SRF sowie auf die Süddeutsche Zeitung und der Standard aus Österreich. Nun folgen Anfragen vom deutschen Fernsehen, die wir bewusst abgelehnt haben. Denn immer wieder steht die zentrale Frage im Raum: Wie kann Philipp Hoffnung geben? Wie kann er zeigen, dass er dank des Sports ein erfülltes Leben gefunden hat – ohne dass seine Geschichte vereinnahmt wird?
Öffentlichkeitsarbeit in solchen Situationen ist ein schmaler Grat.
Es gibt kein richtig oder falsch. Aber es gibt Verantwortung, Vertrauen und Zeit.
Das ist ein Teil meiner Arbeit. Sie ist jedes Mal neu, herausfordernd und zutiefst menschlich.